Heuer hatten wir uns für den Tag der Blasmusik bereits zuvor einiges vorgenommen, doch wie das oft so ist, kamen kurzerhand noch zwei zusätzliche Stationen hinzu. Zum Glück meinte es das Wetter diesmal fast schon zu gut mit uns: Sonnenschein pur und steigende Temperaturen, bei denen wir uns bereits zu Beginn fragten, ob die Jacke wirklich nötig ist. Um 08:00 Uhr morgens trafen wir uns in voller Tracht und ausgestattet mit Marschbuch sowie Marschgabeln beim Musikhüsle. Unser Kapellmeister ließ es sich derweil in seinem wohlverdienten Rad-Urlaub gutgehen und schickte uns sonnige Grüße samt Beweisfoto aus der Toscana. Die musikalische Leitung übernahm deshalb einmal mehr unser bewährter Walter.
Der erste Stopp führte uns zu Vizeobfrau Erja Nachbaur. Dort wurden die noch müden Glieder mit Kaffee und dem ein oder anderen „Dirndl“-Schnaps in Schwung gebracht und das erste Ständchen des Tages gehalten. Frisch gestärkt ging es weiter Richtung Waldspielplatz Ganta, wo wir nach einem durchaus schweißtreibenden Aufstieg unsere Klänge mit herrlicher Aussicht ins Dorf hinaustrugen.
Nach dieser ersten sportlichen Einlage musste eine Frühstückspause her. Diese fanden wir in der Rebhalde, wo wir beim wohlverdienten „Znüne“ mit ausreichend Leberkässemmeln und Getränken versorgt wurden. Während sich die einen stärkten, nutzte unser Social-Media-Team die Gelegenheit für den ein oder anderen spontanen „Reel“-Dreh. Pünktlich machten wir uns danach auf den Weg zur Kirche, um die Erstkommunikanten abzuholen und sie feierlich zu begleiten. Auch die anschließende Agape vor dem Vereinshaus durften wir musikalisch umrahmen. Danach war allerdings endgültig Schluss mit den Trachtenjacken. Die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite und so wurden diese kurzerhand im Musikhüsle deponiert.
Ein besonders schöner Moment wartete beim nächsten Halt auf uns: ein Geburtstagsständchen für Irma Keckeis zu ihrem 100. Geburtstag. Sogar unser hohes Blech ging dafür ehrfürchtig in die Knie und Walter überließ der Jubilarin kurzerhand den Dirigentenstab. Mit inzwischen leichter Verspätung von rund 45 Minuten, zwei kaputten Schuhsohlen und fünf heruntergefallenen Marschbüchle ging es weiter zu unserer Fahnagotta Resi Koch. Dort erwartete uns nicht nur eine willkommene Abkühlung in Form von Getränken, sondern auch die Möglichkeit, überhitzte Beine kurzerhand im Pool zu regenerieren.
Der nächste Stopp führte uns weiter zu Bürgermeister Thomas Bachmann, wo wir im Schatten der Bäume seines Gartens ein angenehmes Plätzchen zum Verschnaufen fanden. Der ein oder andere hätte sich dort wohl ohne große Gegenwehr „vahockat“, aber unser Motto lautete: „Keine Gnade für die Wade.“
Weiter ging’s zu Düringers, wo wir auf einen feinen Most eingeladen wurden. Unsere treuen Zuhörer ließen sich natürlich nicht lumpen und wünschten sich den Klassiker „Auf der Vogelwiese“. Stimmlich waren wir zu diesem Zeitpunkt bereits schon etwas gezeichnet vom Tag, die Motivation hingegen blieb ungebrochen. Mit inzwischen über zwei Stunden (musikalisch bedingtem) Zeitverzug erreichten wir schließlich unsere Endstation im Pfründeweg. Dort wurden wir herzlich empfangen und mit einem wohlverdienten Essen belohnt. Noch einmal zum Abschluss spielten wir das „best of“ unseres Marschbuchs, während uns unsere jüngsten Fans mit voller Begeisterung auf Rasseln unterstützten. Bei Kaffee und Kuchen ließen wir diesen langen, intensiven und rundum gelungenen Tag gemütlich ausklingen. Das Schrittziel wurde für diesen Tag definitiv erreicht.
Ein großes Dankeschön gilt an Alle, die durch ihre herzliche Bewirtung und Organisation den Tag der Blasmusik einmal mehr zu etwas ganz Besonderem gemacht haben!







